Matthias Knust und Oliver Knust geb. am 23.07.1982 in Magdeburg

17. September 2009 | Von Katrin Behr | Kategorie: DDR-Säuglingstod-Magdeburg
Datum: 17.09.2009
Chiffre: 200909-0010-PSD
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gesucht werden Zwillinge: Matthias Knust und Oliver Knust geb. am 23.07.1982 in Magdeburg

durch leibl. Mutter: Sabine Schulz geb. Knust am 01.02.1965 in Magdeburg

Kommentar:

Meine Kinder (Zwillinge) wurden von mir im 8.Monat im evangelischen Krankenhaus “Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg”, normal zur Welt gebracht, Während der Entbindung wurden mir die Augen verbunden und als ich durch die Augenbinde schauen wollte, wurde ich angeschrien, dieses zu lassen.

Nach Aussagen der Ärzte wurden die Kinder kurze Zeit später zur Kinderklinik “Emanuel Larisch Weg” (Magdeburg) überführt. Am nächsten Tag teilte man mir mit, dass beide Kinder gestorben sind.

Mein Frauenarzt sagte damals “Sie sind doch noch jung und können noch mehr Kinder bekommen!” - ich war damals 17.

Ein halbes Jahr später bekam ich dreimal eine Aufforderung zur Vorstellung bei der Mütterberatung, Ein Jahr nach der Geburt bekam mein Mann eine Aufforderung vom Rat des Kreises zur persönlichen Vorstellung - zwecks Klärung der Unterhaltspflichten für die Kinder (wir waren damals noch nicht verheiratet). Die Kinder wurden nie begraben, da man uns sagte dass sie für medizinische Untersuchungen verwendet werden. Die Sterbeurkunden bekam mein Mann nur, weil er dort solange sitzen blieb und immer wieder darauf drängte, bis man sie ihm ausstellte.

In meiner mediz. Ausbildung sprach ich nach einer Vorlesung in der Pathologie mit einem Arzt (Dozent) aus dem Kinderkrankehaus wo angeblich meine Kinder gestorben sind. Ich fragte ihn woran die Kinder verstarben. Nach dem er erfuhr wer ich bin, brach er jedes weitere Gespräch mit mir ab und sagte: das ich ihn bitte nicht mehr damit belästigen möchte.

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