Jessika Hentschel geb. am 07.08.1982 in Staßfurt

5. November 2009 | Von Katrin Behr | Kategorie: DDR-Säuglingstod-Magdeburg
Datum: 08.10.2009
Chiffre: 200910-0011-PSD
E-Mail Chiffre

gesucht wird leibl. Tochter: Jessika Hentschel geb. am 07.08.1982 in Staßfurt

durch leibl. Mutter: Marion Roepke, geb. Hentschel am 24.01.1963 in Magdeburg

Kommentar:

Ich suche meine Tochter, geb. als Jessika Hentschel. Ob sie heute noch so heißt weiß ich nicht. Es war eine ganz normale Schwangerschaft ohne Komplikationen. Die Geburt war eine Steißgeburt. Als das Kind geboren war, wurde von den anwesenden Schwestern sofort eine Trennwand aufgestellt, damit ich das Kind nicht sehen kann. Ich fragte daraufhin eine Schwester, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Sie antwortete mir, daß es ein Mädchen sei. Daraufhin schrie sie der Arzt sofort an, was ihr einfalle mir dies zu sagen. Anschließend wurde mir eine Beruhigungsspritze verabreicht. Am nächsten Tag sagte man mir, dass das Kind verstorben sei. Als Erklärung für den Tod sagte mir ein Arzt, dass das Kind einen offenen Rücken und einen sogenannten “Wasserkopf” gehabt hätte und daher nicht lebensfähig war. Ich mußte anschließend ein Schriftstück unterschreiben. Angeblich eine Einwilligung, um das Kind für medizinische Versuchszwecke freizugeben. Meiner Bitte, das Kind noch sehen zu dürfen, wurde nicht entsprochen. Eine Geburtsurkunde und eine Sterbeurkunde wurden mir ausgehändigt. Bei zwei Ultraschalluntersuchungen wurden keine Anomalien des Kindes festgestellt.

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