Giso Engmann geb. am 19.03.1983 in Dresden
9. Februar 2010 | Von Katrin Behr | Kategorie: DDR-Zwangsadoption-DresdenDatum: 07.02.2010
Chiffre: 201002-0004-PSD
gesucht wird leibl. Sohn: Giso Engmann geb. am 19.03.1983 in Dresden
durch leibl. Mutter: Annett Keller geb. Engmann am 104.12.1964 in Dresden
Kommentar:
Mein Sohn wurde am 19.03.1983 im Krankenhaus Dresden-Neustadt geboren. Viele Ungereimtheiten lassen mich vermuten, dass mein Sohn zwangsadoptiert worden ist. Vorname und Nachname können evtl. nicht mehr stimmen.
<!– @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } –>
Mein Sohn wurde mir 3 Stunden nach der Geburt ohne sichtlichen Grund in die Kinderklinik verlegt. Nach mehreren Nachfragen wie es meinem Sohn ginge, wurde mir immer wieder durch die Schwestern der Klinik gesagt: “Es ist alles ok mit ihrem Kind. Es stehen auf Grund dessen, dass er 5 Wochen zu früh gekommen ist, nur einige Untersuchungen an. Ich solle mir keine Sorgen machen!” Außerdem wurde noch gesagt dass ich ihn zur nächsten Mahlzeit wieder bei mir haben könnte. Zusätzlich fragte ich dann auch noch, ob ich nicht einmal in die Kinderklinik dürfte. Dies wurde aber verneint und das dies nicht ginge. Dieses Spiel wurde mit mir bis zum nächsten Tag mittags gemacht. Nachdem ich Mittags zum wiederholten Mal nachfrug, gab man mir die schon wie jedes mal wieder genannte Antwort “Das alles ok sei und es meinem Sohn gut ginge.”
Nach ca 15 Min. sollte ich dann ins Arztzimmer zu einem Gespräch, wo man mir sagte, dass mein Sohn am 20.03.1983 um 5.50 Uhr verstorben sei. Für mich brach eine Welt zusammen. Auf Nachfrage wie und wo ich meinen Sohn beerdigen könne, sagte man mir, dass es für Kinder, die gerade mal einen Tag alt geworden wären, vom KKH beerdigt werden würden.
Mit damals 18 Jahren habe ich mir keine Gedanken darum gemacht und dies für richtig gehalten.So gibt es noch einige Ungereimtheiten, was meinen Sohn betrifft. Irgendwie habe ich nach der schrecklichen Nachricht NIE daran geglaubt, dass mein Sohn wirklich tot ist. Nach nun einigen Wegen, die ich schon unternommen habe (Krankenakteneinsicht), bin ich nun auf der Suche nach dem Totenschein. Und dieser existiert auf keiner Behörde und bei den Krankenunterlagen war er auch nicht dabei. Ich glaube nun doch ganz fest daran, dass mein Sohn doch zum Opfer einer evtl. Zwangsadoption geworden ist.