Danny Haman geb. am 12.10.1974 in Berlin

27. April 2010 | Von admin | Kategorie: DDR-Säuglingstod-Berlin

Datum: 26.04.2010
Chiffre: 201004-0020-PSD

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gesucht wird leibl. Sohn: Danny Haman geb. am 12.10.1974 in Berlin

durch leibl. Mutter: Karla Erben, damals verh. Haman am 21.09.1955 in Naumburg / Saale

Kommentar:

Die Schwangerschaft verlief normal und ich habe im 8 Monat entbunden. Als die Wehen vorzeitig einsetzten, wurde ich in einen Kelleraum gefahren. Ich erinnere mich an eine Spritze die ich in den linken Arm bekam. Der Arm schwoll stark an und ab dann weiß ich nichts mehr, nur das ich irgendwann aufgewacht bin und mir gesagt wurd, das ich einen Sohn habe unddas es ihm schlecht geht. Ich bin dann durchgedreht, weil mir niemand mein Kind gezeigt hat.

Ich wurde mit dem Medikament Faustan vollgepummt. Immer wenn ich aufwachte, hörte ich damals meine eigenen Schreie. Nach drei Tagen wurde mir gesagt, das Kind tot sei. Es gab keine Beerdigung. Angeblich hat der Vater das Kind auch nicht gesehen, was ich besonders merkwürdig finde, denn er war damals beim Zoll beschäftigt.

Ich bin kurz danach aus politischen Gründen geschieden worden, weil ich Westfernsehen geschaut habe.

Ich habe erst alles verdrängt. Ausreise war 1986. Immer hatte ich das Gefühl, dass mein Kind lebt. Eine Wahrsagerin sagte mir „sie haben 4 Söhne”. Ich habe drei plus den angeblich verstorbenen. Nun habe ich angefangen, durch Fernsehsendungen mich mit dem Thema weiter auseinanderzusetzen, habe im Internet recheriert und bin jetzt fest davon überzeugt, dass mein Sohn lebt. Bisher wurde keine Stasiakte beantragt. Ich weiß aber, dass es eine Geburtsurkunde und eine Sterbeurkunde gab, aber mein damaliger Mann bestreitet das.

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