Aufruf Forschungsarbeit

25.01.2016

Liebe Adoptierte,

ich habe einen Aufruf für eine Forschungsarbeit erhalten, an der Sie als Adoptierte teilnehmen können. Bei Interesse wenden Sie sich bitte persönlich an Frau Dipl.-Soz.päd. Andrea Goldhahn, damit Sie den Fragebogen zugeschickt bekommen können. Leibliche Eltern können auch mitmachen.

Mit lieben Grüßen,

Ihre Katrin Behr

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Betreff: Fragebogen Adoption

Sehr geehrte Frau Behr,

im Rahmen meines Promotionsvorhabens beschäftige ich mich mit dem Thema Adoption Titel: ”Wissen, wo man hingehört - das Phänomen der Adoption”). Es geht im engsten Sinne um die Adoptierten selbst, wie sie mit diesem besonderen Teil ihrer Biografie umgehen, welche Fragen sie stellen oder gestellt haben und was ihnen geholfen hat, ihren Platz im Leben zu finden. Als Mutter von 4 angenommenen Kindern habe ich ganz eigene, enge Berührungspunkte

mit dieser Thematik. Es wird spannend sein, diese Perspektive durch viele individuelle Erfahrungen gelebter Adoptionsverläufe zu erweitern und wissenschaftlich zu untersuchen. Ziel meiner Arbeit ist die Veröffentlichung eines Buches, das Anstoß geben soll, Klischees zu überdenken, dem Phänomen Adoption den Platz einzuräumen, der ihm gebührt, als eine wertvolle Form menschlichen Zusammenlebens. Damit kann es für Betroffene eine Anstoß sein, sich diesem Thema zu nähern, aber auch allen Beteiligten am Adoptionsprozess Anregungen geben, damit Adoption gelingen kann. Bestenfalls kann erreicht werden, dass Einstellungen der Umwelt weniger mit Vorurteilen behaftet sind und Tabus durchbrochen werden. Betreut wird die Arbeit von Herrn Univ. Prof. Dr. Udo Rudolph (Technische Universität Chemnitz, Fachbereich allgemeine und Biopsychologie). Im Sinne einer wissenschaftlichen Auswertbarkeit sind natürlich eine hohe Anzahl von Probanden und ein entsprechender Rücklauf der Fragebögen von großer Bedeutung. Der besondere Status der Adoption erschwert einen direkten Zugang zu den Betroffenen beträchtlich. Nun meine Frage: Sehen Sie eine Möglichkeit,  über Ihren Verein Fragebögen an interessierte adoptierte

Personen

weiterzuleiten? Der Fragebogen liegt in Papierform vor, ein Freiumschlag für die Rücksendung ist beigefügt, Anonyme

Verarbeitung der Daten wird zugesichert. Für die Zusendung bräuchte ich dann Adressen oder eine Sammeladresse für den gebündelten Versand. Eine Weiterleitung dieser Mail an Betroffene ist natürlich ebenso hilfreich. Vielleicht haben Sie auch generell einen Hinweis für weitere Kontakte, die mir helfen, die Arbeit gut werden zu lassen. Für Ihe Mühe möchte ich mich herzlich bedanken. Für Rückfragen stehe ich natürlich gern zur Verfügung. Mit herzlichen Grüßen aus dem Erzgebirge!

Dipl.-Soz.päd. Andrea Goldhahn

Kontakt:  agoldhahn@aol.com