Vater von Manuela Sczepek (jetziger Nachname Duckhorn)

22. März 2008 | Von | Kategorie: DDR-Adoption-Berlin

Datum: 22.03.2008
Chiffre: 200803-0006-ZK
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gesucht wird leibliche Vater: alles unbekannt

durch Tochter: Manuela Duckhorn, geb. Sczepek am 25.08.1961 in Berlin – Mitte

Kommentar: Zwangsadoption, laut Auskunft der Adoptionseltern, Vater soll laut Angaben der leiblichen Mutter bei der NVA angeblich tödlich verunglückt sein und ich soll in mehreren Heimen gelebt haben. Unklarer Lebenslauf. Leider bekomme ich keine Angaben von meiner leiblichen Mutter wer mein leiblicher Vater ist.

Lt. meiner leibliche Mutter Karin (geb. 1941) wurde mein Vater bei meiner Geburt als unbekannt angegeben. Sie sollen sich 1960/61 kennen gelernt haben. Eher aber 1960 da ich eine 9-Monats-Baby war. Ich wurde selbst adoptiert.

Ich bin mir sicher das mein Vater von mir weiß. Viele Anrufe über Jahre, ohne ein Wort zu sagen, einfach nur um …?

Dann der Anruf 1984 auf der Entbindungsstation in der Berliner Charité. Da erkundigte er sich nach meinem Zustand und das er hofft, das mir nicht noch einmal das Gleiche passiert, wie mit meinem 1. Sohn, der leider gleich nach der Geburt verstarb) und teilte mir Grüße mit. Der Mann der sich als mein Vater ausgab, wusste nicht, dass ich direkt nebenan bereits im Kreißsaal lag und seine Worte hören konnte.

Zu diesem Zeitpunkt wusste KEINER das ich im Kreissaal schon lag. Meine Adoptivvater war es auf keinen Fall, denn ich hatte gefragt, ob er mir Grüße bestellen ließ. Er verneinte dies, weil er gar nicht wusste, dass ich auf der Entbindungsstation lag.

Woher wusste die Person, dass mein 1. Sohn nach der Geburt verstorben sei?

Nun ein paar Worte direkt an meinen leiblichen Vater in der Hoffnung, er liest diese Seite.

Lieber Papa, es wäre sehr schön wenn Du Dich melden würdest (kann auch anonym sein). Mir geht es nicht um Ansprüche oder sonstiges. Ich möchte einfach nur die Wahrheit erfahren, Wissen, warum Du Dich mir nicht zu erkennen geben möchtest. Wer Du bist und was oder wer noch zu meinem Leben gehört. Ich möchte Dir keine Probleme machen. ABER jeder hat das Recht Dinge aus seinem Leben zu erfahren. Es reicht schon wenn der Staat, früher wie heute, uns das Leben im Punkte Wahrheitsfindung nach wie vor schwer macht oder behindert. Denke Bitte darüber nach und folge endlich Bitte dem Ruf Deines Herzens. Du hast nichts zu verlieren. Im Herzen bin ich immer bei Dir. Es kostet nur etwas Überwindung und Mut. Den Schmerz der fehlenden gemeinsamen Nähe ist um vieles schlimmer. Schlimmer als sich dem geschehenen weiterhin keine Beachtung zu geben. Denn jeder von uns Betroffenen führen ein Leben von Ruhelosigkeit, innerer Traurigkeit und Leere im Herzen.


© 22.03.2008 Katrin Behr

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