René Richter geb. am 12.01.1978 in Ludwigsfelde

15. Juni 2008 | Von | Kategorie: DDR-Adoption-Potsdam
Datum: 10.06.2008
Chiffre: 200806-0009-ZK
E-Mail Chiffre

gesucht leibl. Bruder: René Richter geb. am 12.01.1978 in Ludwigsfelde

durch leibl. Schwestern und Mutter: Jessica Richter / Nicole Richter und Elke Richter

Kommentar: Zwangsadoption durch Staat. Ich war ledig und habe zum derzeitgen Zeitpunkt in einem Ledigenwohnheim gelebt. Zu der Zeit wurden mehreren Müttern die Kinder ohne Angabe von Gründen weggenommen.
Der Kinderwagen stand damals im Sommer vorm Haus auf einer Wiese und ich war kurz etwas in die Wohnung bringen. Als ich wieder runter kam war der Kinderwagen samt meinem Sohn René weg. Ich suchte und fand nichts. Dann ging ich zur Polizei und gab eine Suchanzeige auf und suchte die ganze Nacht wie verrückt. Als ich am nächsten Tag wieder zur Polizei ging, sagte man mir, dass ich gar keine Anzeige aufgegeben und mich nicht darum gekümmert hätte. Einer Nachbarin erging es genauso, nur mit dem Unterschied, dass ihr Kind plötzlich wieder samt Kinderwagen vor der Tür stand.
Monate später bekam ich vom Kinderkrankenhaus Heiligengrabe einen Brief, dass ich mich doch endlich mal um meinen Sohn kümmern sollte. Ich fuhr sofort mit einem Bekannten hin und als wir da ankam wurde mir gesagt, dass ich meinen Sohn nicht sehen dürfte. Der Bekannte machte eindrücklich verständlich, dass wir das Kind sehen wollen. Doch plötzlich hieß es, dass mein Sohn angeblich nur eine Nacht da gewesen wäre. Im gleichem Atemzug wurde mir aber eine Rechnung von ca. 500 Ost-Mark vorgelegt, die ich als Verpflegungsgeld begleichen musste, die mir gepfändet wurden sind.
Danach gab es ein Gerichtsurteil in dem steht, dass mir die Mutterschaft, trotz meiner Ablehnung, aberkannt wird, weil mein angeblich mehrere Male im KH gelegen hätte, was aber nicht stimmt. Er lag nur einmal im KH wegen einer Anämie, die ich ihm vererbt hatte. Am Hals hatte er rechts hinten einen Knorpel/Knochen, der dort gewachsen ist, aber nicht dahin gehörte.

Zu Ostzeiten konnte ich auf dem damaligen JA nichts erreichen. 9-10 Jahre nach der Wende wandte ich mich meiner Tochter erneut an das JA und dort sagte man mir, dass es eine Stasiangelegenheit wäre und ich nach Potsdam fahren müsste. Allerdings müssten da die Erlaubnis der Adoptiveltern angefordert werden. Vor 2 Jahren wurde das Gleiche gesagt.

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