Jan Kriesch, geb. am 14.06.1982 in Stralsund

19. August 2008 | Von | Kategorie: 02. gefunden: DDR-Zwangsadoption
Datum 18.08.2008
Chiffre: 200808-0019-PSD
E-Mail Chiffre

gesucht wird leiblicher Sohn: Jan Kriesch, geb. am 14.06.1982 in Stralsund

durch leibl. Mutter: Bärbel Berger geb. Usko, verh. Kriesch am 17.09.1961 in Götemitz auf Rügen

Kommentar: Jan wurde aus politischen Gründen zur Adoption frei gegeben. Ich habe nach 3 Besuchen das Kind nicht mehr sehen dürfen. Auf der Straße habe ich von der Bearbeiterin die Info bekommen, dass er auf dem Weg nach Rostock sei und ich brauch mir nicht einfallen zu lassen ihn zu suchen.

Aber gleich nach der Wende habe ich einen Detektiv beauftragt, um das Kind zu finden. Der kam nur bis zum damaligen Kinderheim in Graal-Müritz . Dann verlor sich die Spur für den Ermittler. Nach der Wende bekam ich ein Schreiben Familienzusammenführung für zwangsadoptierte Kinder. Mein damaliger Anwalt wolle mir helfen den Jungen zu finden, um ein wenig Unrecht gut machen nannte er es, denn er war an der Verhandlung beteiligt als mein Sohn ins Heim kam und mir das Sorgerecht abgesprochen wurde.

Damals ging ich, selbst noch einmal schwanger, und mit meinen 20 jährigen Sohn zusammen, zum JA und die vom Jugendamt sagte zu mir „für das Kind, was sie da tragen, habe ich auch schon Verwendung“.

Mein Anwalt teilte mir dann nur nach einer Zeit mit, dass mein Sohn wohl den Kontakt mit mir ablehnen würde „mit so einer Frau möchte er nichts zu tun haben, die ihn weggegeben hat“. Das war für mich sehr schmerzhaft Was der Staat all den Müttern angetan hat, das ist nicht vorstellbar.

Gefunden am 26.08.2008

Großen Dank an die Unterstützung durch die  Adoptivmutti. Durch sie erfuhr Jan, dass er gesucht wird. Heute konnte der Kontakt hergestellt werden. Ich wünsche allen Beteiligten alles Liebe für die Zukunft.

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