Michael Fug, geb. am 07.04.1982 in Schwedt / Oder

23. September 2008 | Von | Kategorie: DDR-Adoption-Frankfurt (Oder)
Datum 22.09.2008
Chiffre: 200809-0008-ZK
E-Mail Chiffre

gesucht wird leiblicher Sohn: Michael Fug, geb. am 07.04.1982 in Schwedt / Oder

durch leibliche Mutter: Sigrid Krauledat, geb. Fug am 04.08.1963 in Angermünde

Kommentar: Meine ganze Geschichte fing mit meiner Kindheit an, dass ich z.B. selbst im Heim, Jugendwerkhof war und nicht das beste Verhältnis zu meiner Mutter hatte. Meinen großen hatte sie vergöttert und meinen kleinen Sohn Michael dafür gehasst. Sie hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um mir permanent das damalige JA auf den Hals zu hetzen. Durch das JA wurde veranlasst, dass beiden Jungen in eine Wochenkrippe gehen müssen, damit ich meiner Arbeit nachgehen kann. Wir haben dann eine Eingabe geschrieben und dadurch bekamen wir den Großen wieder heraus, unter der Auflage, dass ich mir eine ordentliche Wohnung suchen muss. Ich lebte damals in einer Altbauwohnung, die kurz vor der Sanierung stand. Jeder der in der DDR wohnte, weiß wie die Wartezeiten bei neuen Wohnungen waren. Ich bekam dann eine 3-Raum-Wohnung und somit meinen großen Sohn zurück. Natürlich kämpfte ich auch darum, dass ich meinen kleinen Sohn heraus bekomme. Zu diesem Zweck kam einmal die damalige Bürgermeisterin Frau M. zu mir nach Hause in die alte Wohnung und hat dann gemeint, dass ich doch eine schlampige Hausfrau wäre. Leider übersah sie in dem Moment, dass ich mitten im Umzug war und jeder der einen Umzug schon hinter sich hat, weiß wie das ist oder aussehen kann.
Warum ich meinen kleinen Sohn nicht bekam, weiß ich bis heute nicht. Zuerst war er in Gartz in der Wochenkrippe, wo ich ihn auch jedes WE abholen durfte und es über das WE mit uns zusammen sein konnte. Dann war plötzlich dieses Heim geschlossen und ich ging zum JA, um nachzufragen, was nun los sei. Antworten bekam ich keine, aber stattdessen musste ich von da ab meinen kleinen Sohn nach Schwedt (August-Bebel-Straße) in die neu erbaute Wochenkrippe bringen. Von da an durfte ich plötzlich meinen Sohn nicht mehr über Nacht da behalten, sondern durfte nur mit ihm spazieren gehen oder ihn im der Wochenkrippe besuchen.

Vorab noch eine Episode. Als meine beiden Kinder noch zusammen in Gartz in der Wochenkrippe waren, kam damals die JA-Bearbeiterin zu mir und meinte, dass bereits ein Ehepaar da wäre, welches beide Kinder adoptieren würde. Sie bekam zur Antwort: „Nur über meine Leiche!“

Im April 1985 war mein kleiner Sohn plötzlich nicht mehr auffindbar für mich. Ich war noch beim JA in Schwedt und dort sagte mir der Herr K., dass mein Sohn nun im Kinderheim in Storkow bei Berlin sei. Mir wurde nichts gesagt und ich wurde ich auch über nichts informiert. Als eine Gerichtsverhandlung war, wegen einer Zahlung von 145 Ost-Mark an das Kinderheim schuldete, wurde ich  nach § 249 StGB der DDR zu  10 Monate verhaftet, ohne Bewährung und keiner Vorstrafe.  Frau Staatsanwältin S. meinte nur zu mir, dass sie an mir einen Exempel  statuieren würde und das mein kleiner Sohn bereits adoptiert sei. Das war im August 1985 und dort habe ich erst erfahren, dass mein Sohn schon lange nicht mehr da ist.

Ich versuche schon seit 9 Jahren Kontakt zu meinem Sohn über das JA zu finden, doch bisher leider vergebens. Man sagt mir immer, dass mein Sohn keinen Kontakt will. Leider saß bis vor 1,5 Jahren noch immer die alte Bearbeiterin aus Ostzeiten vom JA dort und von daher weiß ich nicht, ob sie die Wahrheit spricht.

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