Falk Reinhardt geb. am 19.11.1979 in Gera

17. Oktober 2008 | Von | Kategorie: DDR-Adoption-Gera
Datum 29.09.2008
Chiffre: 200809-0012-ZK
E-Mail Chiffre

gesucht wird leiblicher Sohn: Falk Reinhardt, geb. am 19.11.1979 in Gera
durch leibl. Mutti: Orsina Reinhardt, geb. am 08.07.1960 in Gera

Kommentar: Nachdem mein damaliger Mann verstarb, war ich mit meinen 5 Kindern alleine. Durch gewisse Umstände kam ich in bestimmte Kreise, die für mich nicht so günstig waren.

Während der Haftzeit durfte ich Kontakt zu meinen anderen Kindern haben, nur nicht zum Alexander, da er wohl zu klein war. Nach der Haftzeit waren meine Kinder noch im Kinderheim, außer Alexander der war in der Wochenkrippe-Kinderheim in Gera. Ich ging zusammen mit einer Tochter Orsina, um meinen kleinsten Sohn zu besuchen, Ich bekam ihn auch zum spazieren gehen mit hinaus und anschließend habe ich ihn auch füttern dürfen. Zum Mittag war er dann auch müde und fing etwas zu weinen an (Windeln war voll und eine Müdigkeit spielten auch einen Rolle. Plötzlich kam die Leiterin der Dauerkrippe zu mir und riss mir mein Kind aus dem Arm mit folgender Aussage: „Ihr Kind will nicht zu ihnen, weil er sie nicht kennt.“ Ich musste dann umgehend das Gelände der Dauerkrippe verlassen. Danach durfte ich ihn nicht mehr besuchen. Ich wurde immer gleich an der Tür verwiesen. Ich war sehr oft beim Jugendamt, doch dort belog man mich nur. Selbst meine Schwester war dort und auch ihr wurde der Kontakt zu meinem Sohn verweigert.

Bei meiner Tochter Orsina sollte ich die Adoptionspapiere unterschreiben. Wenn ich es nicht tun würde, dann müsste ich wieder in den Knast kommen. Daraufhin stand ich auf und meinte nur, dass es doch tun sollen, aber ich nicht unterschreiben würde.

Es gab weder eine Verhandlung, noch wurde mit mir über eine mögliche Adoption gesprochen. Ich bekam zu keiner Zeit irgendwelche Informationen. Der Vater von Alexander ist Ukrainer und das wurde damals zu Ostzeiten nicht gerne gesehen. Ihm wurde damals der Kontakt zu mir verboten bzw. man unterband der Kontakt, in dem man ihn einfach mit der Polizei und der Kommandantur aus meiner Wohnung holte und ihn dann versetze, als ich mit Alexander noch schwanger war. Der Vater von Alexander ist ein anderer, als der Vater der in seiner Abstammungsurkunde drin steht. Das liegt daran, dass ich zur Geburt von Alexander offiziell noch verheiratet war und mir damals verboten wurden ist, den richtigen Vater angeben zu dürfen.
Auf Grund meiner Schicht-Arbeitszeiten und weil ich verwitwet war, blieben auch meine anderen Kinder im Heim. Leider wurden auch dort meine Kinder getrennt und von dort aus adoptiert, bis auf meine größte Tochter Diana. Diana kam zu mir zurück und wuchs auch bei mir auf. Leider bekam ich Diana auch nur zurück, weil sie wohl schwierig gewesen sein soll.

Ich finde es traurig, dass man so mit den Menschen spielt.

Alexander hat noch insgesamt 4 Geschwister. Mit seiner Schwester Orsina habe ich durch Zufall wieder Kontakt bekommen. Leider hatte man ihr immer gesagt, dass ich mich angeblich um sie  nicht gekümmert hätte und das von meiner Seite kein Interesse vorhanden wäre. Dies stimmt überhaupt nicht, denn ich habe immer nachgefragt und nie Antworten bekommen.

Falk und Marita wurden zusammen adoptiert. Durch Diana wurde einmal kurzzeitig der Kontakt zu beiden hergestellt, aber Marita meinte damals, dass sie Zeit bräuchten und sich melden würden. Leider kam aber nie wieder ein Lebenszeichen von ihnen, was mich sehr traurig machte.

Nun frage ich mich natürlich, was man für Lügen meinen anderen Kindern aufgetischt hat. All die Jahre hat mich das nicht in Ruhe gelassen und ich möchte gerne, dass meine Kinder wissen, wie es wirklich war.

Siehe auch Suche nach anderen Kindern:  Marita Reinhardt und Alexander Reinhardt

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