Jens Andreas Kuschke geb. 23.10.1987 in Cottbus

17. Januar 2009 | Von | Kategorie: DDR-Adoption-Cottbus

Datum 23.10.2008
Chiffre: 200810-0014-ZK

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gesucht wird leibl. Sohn: Jens Andreas Kuschke geb. 23.10.1987 in Cottbus

durch leibl. Mutter: Angelika Maroske, geb. Jahn, damals verh. Kuschke am 29.03.1969 in Cottbus

Kommentar: Ich suche mein Sohn. Unser letzter gemeinsamer Wohnort in Klein Döbbern. Ich habe mein Sohn letzte Mal gesehen, da war er 2 Jahre alt und das war im Kinderheim „Flax und Krümmel“ in der Wielhelm-Pieck-Stadt Guben. Heute heißt es nur noch Guben. Ich würde mich sehr darüber wenn Sie mir bei der Suche helfen könnten, denn das Jugendamt verweigert mir weiterhin die Aussage zu meinen Sohn.

Ich weiß nicht mehr was ich noch tun kann, denn ich möchte ihn doch nur einmal sehn und wissen, was aus ihm geworden ist, da er mein einziges Kind ist. Iich habe dann keine mehr bekommen.

So jetzt werde ich den Verlauf der Geschichte erklären.

Mein Sohn kam am 23.10.1987 zur Welt im Krankenhaus Cottbus. Er war gesund. Aber nach drei Tagen kam zu mir das Jugendamt und haben mich gefragt, ob ich mein Sohn nicht zur Adoption geben möchte. Zu diesem Zeitpunkt stand das nie zur Debatte, dass ich mein Sohn weggeben wollte.

Ich bin dann mit meinen Sohn in die gemeinsame Wohnung gezogen, wo auch der Kindsvater gewohnt hatte. Einen Tag danach stand bei uns das Jugendamt schon vor der Tür. Wir hatten noch nicht mal richtig alles einrichten können und so ging es auch weiter. Wir hatten so oft das Jugendamt auf dem Hals. Es war echt nicht normal. Leider fing dann mein Mann zu trinken an und nicht gerade wenig. Dann schlug er mich, dass ich blau und grün war.

Ich bin zwar dann zur Polizei, aber die haben auch nix gemacht – im Gegenteil. Ich hatte dann nur noch mehr das Jugendamt am Hals. Aber das Schlimmste kommt noch. Ich wollte für mein Sohn die Nahrung holen und in dem Moment kam das Jugendamt und ich musste mit hoch in die Wohnung. Trotzdem: ich sagte, dass ich die Nahrung für mein Sohn holen möchte. Aber nein – sie drohten mir, wenn ich nicht mit hoch komme, dann holt sie die Polizei und lässt die Tür aufbrechen und nimmt mein Sohn mit.

Einige Zeit später bin ich krank geworden, was meinen Mann gar nicht interessierte und was passierte? Das Jugendamt steht wieder vor der Tür. Es standen auf dem Tisch nur zwei Babyflaschen. Da haben sie sich gleich aufgeregt, dass die Wohnung dreckig sei. Dies stimmte nicht. Ich erzählte dann, dass mein Sohn ein bisschen Durchfall hatte, aber sonst alles in Ordnung sei. Aber vom Jugendamt aus musste ich meinen Sohn ins Krankenhaus bringen, obwohl ich vorher bei einer Kinderärztin war und da war alles in Ordnung.

Also brachte ich mein Kind ins Krankenhaus und die Ärztin kam mir entgegen und sagte was ich hier will, denn mein Sohn ist doch gesund. Er hatte sogar ein wenig Übergewicht, aber sie musste ihn da behalten, weil das Jugendamt das bestimmte.

Ich besuchte ihn jeden Tag und den einen Tag kam ich ins Krankenhaus und mein Sohn war nicht mehr. Die Schwester sagte mir, dass er im Heim ist.

Ich bin dann ganz schnell zum Jugendamt und fragte, was das soll? Sie begründete es damit das mein Sohn unterernährt wäre, was ja nicht stimmte und das ich mein Sohn nicht erziehen kann und vieles mehr. Also fragte ich sie, ob ich mein Sohn besuchen darf. Sie sagte nein, denn er müsste sich erst einmal eingewöhnen. Nach 1 Monat durfte ich mein Sohn dann besuchen, aber nur innerhalb vom Heim – kein Ausgang, noch nicht mal zu seinen Geburtstag.

In diesem Heim war er bis 1990. Ich musste dann zum Jugendamt 1989 und sie fragte mich, ob ich meinen Sohn zur Adoption frei gebe und ich sagte ihr die ganze Zeit, dass ich nicht zustimme – also ein klares nein von mir.

Also besuchte ich meinen Sohn weiter bis 1990. Auf einmal kam Post vom Jugendamt, dass mein Sohn adoptiert wurde. Ich war geschockt und fuhr sofort ins Kinderheim. Dort sagte man mir, dass er nicht mehr da ist.

Aber dann kam eine Schwester vom Heim und sie erzählte mir, dass mein Sohn verwechselt wurde und er immer noch im Heim wäre. Leider konnte mir die Schwester nicht helfen.

Was ich noch schreiben wollte: der Vater hat der Adoption zugestimmt, und was ich erst später erfuhr, Geld dafür bekommen. Also hat meinen Sohn verkauft. Der Vater heißt A. H.  …*. Die Frau beim Jugendamt heißt Frau S.*, die aber nicht mehr im Dienst ist. Bitte helfen Sie mir. Danke im voraus.

*Namen der beiden genannten Personen, sind der Betreibern dieser HP bekannt und können erfragt werden.

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