Sylvana Brauer, geb. am 16.12.1984 in Weißenfels

26. Januar 2009 | Von | Kategorie: 01. gefunden: DDR-Adoption

Datum 26.08.2008

Chiffre: 200808-0016-ZK
E-Mail Chiffre

gesucht wir leibl. Tochter: Sylvana Brauer, geb. am 16.12.1984 in Weißenfels

durch leibl. Mutter: Marina Buschner, verh. Brauer, geb. am 26.11.1960 in Gera

Kommentar: Steffen lebte 9 Monate bei mir und durch eine Morddrohung durch meinen damaligen Ex-Freund (auf Grund meiner Trennung von ihm), kam Steffen zum Schutz vorübergehend in ein Krankenhaus. Danach kam er in die Dauerkrippe in Weißenfels und ich bekam ihn nicht wieder, da ich keine Wohnung nachweisen konnte und auch keine Arbeit zu dem damaligen Zeitpunkt hatte. Plötzlich kam es zu einer Verhandlung, wo der Richter mir sagte, dass ich Steffen wieder zurück bekommen kann, wenn ich Arbeit und Wohnung nachweisen könnte. Das habe ich auch alles gemacht. Nach einer schwierigen Phase (ich bin damals in eine Wohnung gekommen, die eigentlich für Leute bestimmt war, die gerade frisch aus der Haft entlassen wurden sind und noch keine eigene Wohnung hatten). Durch die Wohnung kam ich allerdings auch in Kreise, wo Kriminalität (Diebstahl, Einbruch, Hehlerei) an der Tagesordnung war und irgendwie rutschte ich da mit rein.

Ich habe dann eine Arbeit bekommen im Kreiskulturhaus Weißenfels und eine Wohnung, ebenfalls in Weißenfels, in der Ulandstraße. Somit kam ich aus dem kriminellen Bereich wieder heraus.
Als Steffen 2 Jahre alt wurde, wollte ich ihn wie gehabt besuchen und rief schon von der Arbeit aus an, um mich anzukündigen. Dort sagte man mir aber am Telefon, dass Steffen nicht mehr in der Dauerkrippe wäre, sondern er in eine neue Familie gekommen wäre. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht einmal, dass er vom Staat zur Adoption freigegeben wurden ist.

Ich war zu diesem Zeitpunkt schon mit Sylvana schwanger.

Als ich meine Tochter Sylvana entband, wurde sie mir gleich nach der Entbindung weggenommen wurden. Ich durfte sie nicht einmal sehen und die Schwester sagte mir im KH: „Sie wissen schon, dass Sie die Kleine nicht mit nach Hause bekommen?“ Zu dem damaligen Zeitpunkt war nicht mit irgendwelchen Haftstrafen zu rechnen.
Als ich meinen Sohn Steffen in der Dauerkrippe (vor seinem Geburtstag) besuchte, meinte er zu mir: „Mama willst du mal meine kleine Schwester sehen?“ Die Erzieher der Dauerkrippe haben dies auch erlaubt und somit ich wenigstens einmal die Chance gehabt, sie sehen zu dürfen. Allerdings waren sie beide zum Zeitpunkt von Steffen seinem 2. Geburtstag verschwunden.

Ich muss selber zugeben, dass ich damals noch nicht so reif war und ich mir dadurch vieles gefallen ließ, was nicht rechtens war. Selbst bin ich in meiner Jugend ins Heim gegangen, weil ich zu Hause nicht leben wollte.

Vor Steffen und Sylvana sind mir schon 2 Kinder genommen wurden, weil ich noch zu jung war. Mit diesen beiden Kindern habe ich aber dank dem JA in Halle Kontakt bekommen und sie wissen auch über meine Vergangenheit bescheid. Meine Eltern haben überall mitgewirkt, dass meine Kinder wegkamen. Damit fing mein ganzes Drama an.

Ich habe nie ein Kind von mir behalten dürfen, da ich von Anfang an auf dem Kicker war. All das hinterließ natürlich auch psych. Spuren bei mir. Ich habe nie eine reale Chance erhalten, beweisen zu können, dass ich eine gute Mutter bin. Immer wieder wurden mir nur Steine in den Weg gelegt.

Siehe auch Suche nach Sohn Steffen Brauer.

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16.10.2011

Heute hat sich Sylvana bei uns gemeldet. Wir wünschen Ihnen alles Liebe für die Zukunft.

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